Themenreihe zum Jakobusbrief

Ganzheitlich glauben. Trennungen überwinden.

Der Jakobusbrief muss häufig bei evangelischen Christen mit einem Vorurteil leben: Martin Luther hat ihn als eine „stroherne Epistel“ bezeichnet, und zeitweise hätte er ihn sogar gerne ganz aus dem Kanon entfernt. Luther hatte den Verdacht, der Verfasser lehre durch seine Auslegung der Abrahamsgeschichte (Jak. 2,14-26) eine Gerechtigkeit aus den Werken (Taten). Luther sah darin aber eine Spannung zur Rechtfertigungslehre des Paulus (Allein aus Glauben!) und mit dem Evangelium, der guten Nachricht überhaupt.

Aber! Wer diese Brille beim Lesen einmal zur Seite legt und den Brief unvoreingenommen liest, kann einen ganz anderen Charakter und Inhalt des Briefes entdecken. In unterschiedlichen Anläufen widmet sich der Jakobusbrief den Ursachen für Spannungen, Konflikten und Trennungen innerhalb der Gemeinde. Sehr konkret werden unterschiedliche Themen aufgerufen – das Reden mit- und übereinander, das gegenseitige Ansehen, den Umgang mit Kranken und auch die Frage nach dem Verhältnis von Glauben und Taten. Der Jakobusbrief ist kein Kampfschreiben, er will keine dogmatischen Lehrstreitigkeiten lösen. Stattdessen hilft er Gemeinden, Trennungen zu überwinden und die gemeinsame Basis (wieder) zu entdecken. Jakobus ringt um ganzheitlichen Glauben.

Wir laden als Pastorenteam zu einer Predigtreihe zum Jakobusbrief ein, die nach Ostern beginnt.

  • 11.04. Von der Versuchung zur Bewährung (Jakobus 1,1-18)
  • 18.04. Vorurteile und Urteile Gottes (Jakobus 2,1-13)
  • 25.04. Lasst Taten folgen! (Jakobus 2, 14-26)
  • 02.05. Worte zwischen Gift und Weisheit (Jakobus 3,1-18)
  • 09.05. Trennungen überwinden (Jakobus 4,1-12)
  • 16.05. Die Kraft des Gebets (Jakobus 5, 13-18)