gemeindenews vom 30.10.2020

Liebe Mitglieder und Freunde!

Die Bundeskanzlerin und Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder haben Maßnahmen beschlossen, um die bestehende Infektionsdynamik zu durchbrechen. Die neuen Landesverordnungen sind noch nicht erschienen, aber nach allem was wir wissen, zielen sie darauf, möglichst Kontakte zu anderen Angehörigen außerhalb des eigenen Hausstands zu minimieren. In zwei Wochen werde die Maßnahmen neu besehen. Zugleich werden die Schulen und Geschäfte geöffnet bleiben und viele Menschen weiterhin ihrer notwendigen Arbeit nachgehen.

Die Pandemie stellt uns seit mehreren Monaten in unserer Gesellschaft nicht nur vor Probleme, die wir lösen könnten, sondern stellt uns vor Dilemmata – wer auf ein Dilemma reagiert, geht immer Wege mit Vor- und Nachteilen, mit Chancen und Risiken.

Daher könnt Ihr sicher sein, dass wir in der Steuergruppe viele Vor- und Nachteile und Risiken abgewogen haben und nun folgende verbindliche Regelungen für unsere Gemeinde Hannover-Walderseestraße getroffen haben:

Ein Gottesdienst 10:00 Uhr live mit livestream ab 8.11.

Gottesdienste sind unter den bekannten Auflagen eines Hygieneschutzkonzepts weiterhin möglich. Dass der Gesetzgeber die Religionsfreiheit nicht einschränkt, hat nicht nur politische Gründe, sondern wir sind überzeugt, dass es zur Gesundheit von Menschen beiträgt, wenn sie sich stärken lassen. Als Gemeinde haben wir eine gute Nachricht weiter zu geben, wir haben Hoffnung und Trost zu spenden. Ein Gottesdienst ist nicht allein eine „Veranstaltung“, sondern eine für unsere Zeit relevante Quelle der Inspiration. Daher werden wir weiterhin – mit dem bestehenden Hygieneschutzkonzept – Live-Gottesdienste anbieten. Wir werden für den Monat November ab dem 8.11. nur einen Gottesdienst um 10:00 Uhr anbieten und nicht wie ursprünglich geplant, einen zweiten um 11:45 Uhr. In der nächsten Zeit können wir das Singen im Gottesdienst leider nur den Musikern erlauben, wir begrenzen die Anzahl der Personen im Raum auf maximal 100 und empfehlen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Über die Website ist es weiterhin möglich, sich anzumelden.

Keine Kindergottesdienste und Angebote für Kinder in der Woche im November

Es war für uns eine große Freude zu sehen, wie gerne die Kindergottesdienste und die Angebote für Kinder in der Woche nach der Wiedereröffnung unserer Räume angenommen wurden und mit welchem hohen Einsatz unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich eingesetzt haben. Kindergottesdienste und andere Angebote mit strengen Abstandsregeln und Maskenpflicht halten wir für diese Zielgruppe nicht für realistisch und zielführend. Daher müssen wir in unseren Räumen ab Montag zunächst für November solche Treffen untersagen.

ViWA-Jugendgottesdienst möglich

Die ViWA-Jugend darf sich weiterhin zu einem Gottesdienst unter denselben Regeln wie im Morgengottesdient am Freitagabend treffen, leider sind Kleingruppen und ein geselliges Beisammensein danach nicht erlaubt.

Keine Hauskreise als Präsenztreffen in Privaträumen

Der Gesetzgeber möchte uns dazu ermutigen, nicht notwendige direkte Kontakte zu vermeiden. In Privaträumen finden Hauskreise statt und sind für viele eine wichtige Säule ihres Glaubenslebens. Leider können wir unter Abwägung aller Aspekte den Hauskreisen der Gemeinde im November keine Präsenz-Treffen erlauben und bitten sehr sich daran zu halten.

Nutzung der Gemeinderäume

In den nächsten zwei Wochen sind bei besonderer Notwendigkeit ausschließlich Treffen von gewählten Gremien unter Einhaltung des Hygienekonzepts möglich. Für alle anderen Gruppen ist die Nutzung der Räume nicht möglich. Die Nutzungsmöglichkeiten werden abhängig von der Entwicklung in zwei Wochen geprüft und dann mitgeteilt.

Alternative Formen der Kontaktpflege und des geistlichen Austauschs

Wir ermutigen alle, erneut kreativ zu werden wie Kontaktaufnahme, Gebet und geistliche Gemeinschaft telefonisch, per Internet und auf anderen Kanälen möglich ist.
Christoph Stiba, der Generalsekretär unseres Gemeindesbundes hat im Rundbrief vom 29.10. geschrieben: „Ich bin dankbar, dass BEFG-Gemeinden in den letzten Monaten verantwortungsbewusst gehandelt haben und erwarte das auch für die nächsten Wochen. Wahrscheinlich wird solches Verantwortungsbewusstsein und besonnener Umgang mit den Auswirkungen des Corona-Virus noch für Monate nötig sein. Dabei hat mir in den letzten Tagen ein Satz des Schweizer Theologen Prof. Dr. Stefan Schweyer geholfen: „Corona ist zwar in der Mitte der Kirche angekommen, aber Corona ist nicht die Mitte der Kirche. Die Mitte ist Jesus Christus, das Evangelium.“ Die Kirche lebt in ihren Gliedern und nicht in ihren Gemeindehäusern. Die Attraktivität des Evangeliums hängt nicht von unseren Veranstaltungen ab, sondern davon, dass wir Jesus Christus bezeugen und unser Leben aus dem Vertrauen in ihn sowie in seiner Gesinnung gestalten.“

In der Unterschiedlichkeit verschiedener Meinungen in der Gemeinde wollen wir uns respektieren und gleichzeitig bleiben wir herzlich verbunden durch unsere gemeinsame Mitte, Jesus Christus,

Dr. Michael Rohde, Dr. Andreas Niesen und Michael Job
Die Steuergruppe (Leitender Pastor, Stellv. Gemeindeleiter und Verwaltungsleiter)
Hannover, 30.10.2020

 

Vorstellung des Corona-Schutzkonzeptes